DER STATUS QUO IST AUCH EINE ENTSCHEIDUNG
Wenn Organisationen eine neue Initiative prüfen, folgen schnell wirtschaftliche Fragen: Was kostet sie? Wie hoch ist der Return? Wie lang ist die Amortisation? Welche Risiken bestehen?
Gleichzeitig wird eine andere Entscheidung getroffen — häufig ohne dieselbe wirtschaftliche Prüfung: die Entscheidung, so weiterzumachen wie bisher.
Nichtstun kann wirtschaftlich neutral wirken, weil keine neue Investition genehmigt wird. Doch der heutige Zustand hat seine eigene Ökonomie. Chancen bleiben unrealisiert. Manuelle Arbeit bleibt bestehen. Entscheidungen basieren weiterhin auf vorhandenen Informationen. Kundenpotenzial bleibt ungenutzt. Ressourcen bleiben nach heutigen Prioritäten verteilt.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Veränderung nötig ist. Aber keine Veränderung ist nicht dasselbe wie keine Kosten.
DER VERGLEICH KANN UNVOLLSTÄNDIG SEIN
Traditionelle Business Cases vergleichen typischerweise die Kosten einer Initiative mit dem erwarteten Nutzen.
Der aufschlussreichere Vergleich kann breiter sein: Was passiert wirtschaftlich, wenn wir investieren? Und was passiert, wenn wir es nicht tun?
Erst dann werden beide Alternativen als echte Geschäftsentscheidungen betrachtet.
DIE ZAHL, DIE SELTEN DEN VORSTAND ERREICHT
Die Kosten einer Transformation sind meist sichtbar. Die Kosten des Wartens sind deutlich schwerer zu erkennen.
Je länger eine unentdeckte Chance unentdeckt bleibt, desto unwahrscheinlicher wird sie als Verlust beschrieben. Vielleicht verdient sie gerade deshalb Aufmerksamkeit.
Wie sieht die Ökonomie des Nichtstuns in Ihrem Unternehmen aus?
